Ein Unfall oder eine Krankheit kann das Leben plötzlich verändern – besonders, wenn man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt in solchen Fällen vor finanziellen Engpässen und sichert das Einkommen langfristig ab.
Ein Artikel in der österreichischen Wirtschaftsforschung (WIFO) im Jahr 2019 erklärte, dass in Österreich nur 4 % der Beschäftigten privat gegen Berufsunfähigkeit versichert sind. In Deutschland hingegen sind 37 % versichert. Grund dafür ist eine bessere Aufklärung bezüglich der staatlichen Unterstützung.
Warum die staatliche Invalidenrente oft nicht ausreicht
In Österreich zahlt die Sozialversicherung eine Invalidenrente nur dann, wenn man gar keinen Beruf mehr ausüben kann und somit arbeits- bzw. erwerbsunfähig ist. Hingegen bedeutet die Berufsunfähigkeit, dass man seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, was oft schon früher der Fall ist. Die staatliche Rente ist meist niedrig, besonders bei jungen Menschen oder kurzen Versicherungszeiten. Dies bedeutet in vielen Fällen, dass aufgrund der geringen Gesamteinzahlung der Sozialversicherungsbeiträge eine geringe Invalidenrente ausgezahlt wird. Diese Rente reicht oft nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, die individuell vereinbart werden kann – unabhängig davon, ob der Staat leistet. Dadurch kann die Zukunft finanziell besser abgesichert werden.
Fazit: Eine private Unfallversicherung ist sinnvoll für die Soforthilfe nach einem Unfall. Doch wer langfristig abgesichert sein möchte, sollte unbedingt auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht ziehen.
Berufsunfähigkeit versus Unfallversicherung
Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind sehr unterschiedlich. Einige Ursachen treten weit häufiger auf als andere. Rund 22 % aller Fälle entstehen durch sonstige Ursachen, wie Unfälle und Krebserkrankungen. Deutlich höher liegt jedoch der Anteil der psychischen Erkrankungen mit 45 % und ist somit mit Abstand die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Erkrankungen des Bewegungsapparates folgen mit 16 % und liegen damit deutlich unter den psychischen Erkrankungen. Herzerkrankungen sowie Erkrankungen des Nervensystems machen zusammen 17 % der Fälle aus. Dies wiederum zeigt, dass sie damit leicht über den Erkrankungen des Bewegungsapparates liegen.
Eine private Unfallversicherung zahlt zwar bei Invalidität eine Einmalzahlung, die Summe wird aber schnell aufgebraucht. Zum Beispiel für Umbauten der Wohnung, behindertengerechte Türen, Treppen, Aufzüge und Badezimmereinrichtungen. Sie ersetzt aber kein dauerhaftes Einkommen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können – egal ob durch Unfall oder Krankheit. So bleibt Ihr Lebensstandard gesichert, auch wenn Sie nicht mehr arbeiten können.
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